Zahnarztphobiepatienten gehören nicht unbedingt zur Gruppe derjenigen Patienten, bei denen eine hochwertige ästhetik- und funktionsorientierte Versorgung indiziert zu sein scheint. Die Versorgung mit Implantaten wird kontrovers diskutiert. Nun aber bei Phobikern grundsätzlich großzügige Extraktionen mit anschließender Minimal-Prothetik durchzuführen, hält der Autor dieses Beitrags für zutiefst unethisch. Aufgrund des in der Vergangenheit durch zwangsweise erlebte Kontrollverluste entstandenen Vermeidungsverhaltens ist das Risiko für Behandlungsausfälle und Therapiefehlschlägen recht hoch. Der folgende Beitrag schildert ein auf 20-jähriger Erfahrung im Umgang mit Phobikern und schwierigsten Patienten entstandenes erfolgreiches und strukturiertes Konzept. Die Behandlung von Phobikern erfolgt hier aus dem ungewöhnlichen Blickwinkel der hochwertigen Versorgung.